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Ein weiß-blauer Diamant im Weltall 

Ich übersah den Stein und schlug lang hin. Mein 20- Kilo Rucksack rutschte mir in den Nacken und ich verfluchte die Erdanziehung, die ihn so schwer machte. Als ich aufstand, bemerkte ich im Süden den blassen Halbmond. Nichts besonderes, aber noch beim Aufstehen wurde mir klar, dass auf dessen Oberfläche mein Rucksack nur drei Kilo wiegen würde. Herrliche Zustände! Dann wanderte ich  weiter durch die Blankenburger Harz Vorberge  - es war Mitte Februar - in denen mich der fehlende Schnee enttäuschte. Doch beim Betrachten der hügeligen Landschaft, die auch ohne Schnee und sommerliches Grün einen schlecht zu beschreibenden, eigentümlichen Zauber ausstrahlte, kam mir der blasse Halbmond wieder in den Sinn. Nun hatte ich die Zeit, über die Erde und unsere Nachbarn im All nachzudenken, die mir am Schreibtisch ständig fehlte, weil immer Wichtigeres zu erledigen war.

Vom Mond aus gesehen erscheint unsere Erde klein und unbedeutend. Das erkennt man auf den Bildern, die auf dem Mond von der Erde geschossen werden.  Erst aus der Nähe betrachtet, wird sichtbar, auf welchem Juwel wir leben und einen Vergleich mit der öden, Krater übersäten Oberfläche unseres Mondes brauchen wir gar nicht erst anstellen. Der Mond ist in allen Disziplinen klarer Verlierer.

Nach dem, was man liest und hört, sind auch die von heißen Gasen umströmte Venus und der Mars mit seiner eisigen Atmosphäre keine gastfreundlichen Aufenthaltsorte. Und von einem der Saturnmonde weiß man, das seine Meere aus flüssigem Methangas bestehen und es dort statt Wasser, Schwefelsäure regnet. Höllische Verhältnisse also, und bei solchen abweisenden Nachbarn ist man froh, dass es die Erde gibt.

Sie hat nicht nur angenehm abgestufte Temperaturen sondern auch die beste Atmosphäre im ganzen Sonnensystem. Ein geheimnisvoller Mechanismus sorgt für die nötige Sauerstoffverdünnung, die verhindert, dass die Meisten von uns spätestens dann aus der Puste kommen, wenn sie zu übermütig werden.

Im Gegensatz zum Mond kann auf der Erde keine Langeweile aufkommen. Dafür sorgt der Neigungswinkel unserer Erdachse. Ihm verdanken wir die Jahreszeiten und dadurch den wohltuenden Kontrast zwischen weißen Segeln auf blauer See und verschneiten Skipisten, Bikinis und tristen Wintermänteln, Blumenwiesen und herbstlichem Laub.

Auch der Vierundzwanzigstundentag der Erde ist ideal. Stellen Sie sich vor, die Erde drehte sich wie der Saturn in zehn Stunden einmal um die eigene Achse. Da käme man mit dem Einschlafen und Aufstehen gar nicht mehr nach! Das wäre dann ein ewiges Rein- und Raus aus den Betten und bei kinderreichen Familien läge das letzte Kind erst dann in den Kissen, wenn das Erste schon wieder nach dem Frühstück ruft.

Die Erdanziehungskraft wird oft kritisiert. Viele finden sie zu stark. Man könne sich beim "Fensterl'n" das Genick brechen, argumentieren sie. Aber - wer "fensterlt" denn heutzutage noch? Ich kenne niemanden und somit zieht das Argument nicht richtig. Mein drückender Rucksack während meiner Harzwanderung war da schon realer und für kurze Zeit stimmte ich in das Klagelied der Schwerkraftkritiker ein. Doch unterm Strich gesehen ist die Anziehungskraft dieser Erde genau auf uns menschliche Nutzer eingestellt. Sie hält alles hübsch zusammen. Sie verhindert, dass Häuser von leichten Brisen weggepustet werden und Eisenbahnen aus der Spur kommen. Mancher Erdmitbewohner kann sich sogar gefahrlos große viel zu große Sprünge erlauben, ohne gleich abzuheben und als Satellit unseren Planeten zu umkreisen!

Über das Wetter schimpft die ganze Welt! Aber selbst das schlechteste Wetter ist wesentlich besser, als gar keins. Stellen Sie sich mal das Wetter auf dem Mond vor. Kein Luftzug, niemals Regen, kein blauer, dafür aber ein schwarzer Himmel! 

Nichts für mich, ich bleibe "Fan" unserer Erde mit ihren kleinen Nachteilen und großen Vorzügen. Und sehe ich auf dem Bildschirm, wie unsere kleine, zerbrechliche Kugel im All schwebt, dann denke ich daran, wie wichtig es ist, diesen einzigen und einzigartigen blauen Diamanten unter den anderen Planeten so zu behandeln, das er auch in Zukunft zuverlässig seinen nicht ganz störungsfreien Dienst für uns verrichten kann.


Festung Königsstein und die Bastei

 

 

Blick von der Bastei

Hier nur ein Blick von vielen Möglichen vom Königsstein auf die Elbe.

 

 

Ist das Wetter so, wie es jetzt herrscht - Minus 2 aber gefühlte Minus 10 Grad oder sogar darunter, erinnert jeder sich gern an den oft blauen Himmel des vergangenen Jahres und an die verhaltene Wärme der späten Sommer- oder Frühherbsttage.

Auf alle Fälle ist dies ein günstiger Augenblick, sich im Büro der Kälte draußen zu entziehen und zurück zu blicken ins vergangene "Reisejahr."

 

Und so kam mir meine PC Exkursion durch die Unmenge an Fotos vom letzten Jahr gerade recht, um die sonnigen Gedanken zu entwickeln, die froh machen für den gar nicht mehr so weit entfernten Frühling und sich erheblich vom Grau in Grau beim Blick aus dem Bürofenster abheben.

Merkwürdige Bergformationen sieht der Besucher und ich werde versuchen, herauszufinden, was zu diesen Gipfeln geführt hat. Natürlich, Erosion, aber ob dies alte Vulkanschlote sind, die der Erosion besser getrotzt haben, werde ich ergründen.

Nichts ist mehr kriegerisch oben auf Königsstein.

 

 

 

Man muss nicht immer weit fahren, um die Schönheiten und Eigenarten der Landschaften Deutschlands zu erleben. Nur hundert Kilometer von zuhause entfernt erscheinen uns die bekannten Landschaften in einer anderen Jahreszeit oder in einer anderen Stimmung plötzlich ganz anders, plötzlich fremd oder plötzlich sonderbar vertraut.  

Die Basteibrücke. Leider alles grau in Grau, denn die Sonne verließ mich vorübergehend.

Und so erging es mir mit dem Elbsandsteingebirge, dass ich bisher nur im Winter bei dicken Minusgraden kennengelernt hatte. Welch ein Unterschied jetzt im Gegensatz zu "damals" und ohne froststarre Finger fotografiertes es sich jetzt auch leichter. Dabei ist es nicht so, dass das sächsische Elbsandsteingebirge nicht schon millionenfach abgebildet wurde. Unaufhörlich klicken die Kameras bei dem täglichen Besucheransturm und tragen diese beeindruckenden Gesteinsformationen in alle Kontinente unserer Erde.

 

Die nächsten Fotos sprechen für sich.

Und trotzdem drückt man selbst auf den Auslöser, weil das Überwältigende der Landschaft einen dazu zwingt und weil man diese einzigartige Landschaft "in Natura" doch ganz anders, intensiver erlebt, als sie selbst mit modernsten Aufnahmemethoden auf den verschiedensten "Känälen bei uns ankommen." 

 

 

Besonders breit erschien mir die Elbe nicht!

Das Unmittelbare der Gesamtheit, das Wuchtige der Felsen, die Zerrissenheit der Klippen, die sich weit unten weich und anmutig dahin schlängelnde Elbe, die an alte Vulkankegel erinnernden Berge im Hintergrund und der Nebel, der die Täler füllt und die Bäume aus ihm heraus wachsen lässt, verleiht ihnen etwas Geheimnisvolles, Mystisches und solche in die Tiefe gehenden Eindrücke können nur an Ort und Stelle erlebt, genossen und in ihrer Gesamtheit erfahren werden.

 

So kann auch dieser kleine Bilderbogen meines zwei Tage Ausflugs "östlich von Dresden" nur ein müder Abklatsch der Wirklichkeit sein. Aber immerhin kann er die  Vergangenheit wiederbeleben und diese Jahreszeit, die ohne großartige Farben auskommen muss, wenigsten ein bisschen bunt werden lassen. So können neue Ideen keimen, die uns zu neuen Reisen treiben, zu neuen, unbekannten Zielen und davon gibt es haufenweise - man muss es nur wollen und in die Tat umsetzen.

 

"Durchblick"

Bad Schandau zum Beispiel, der langgezogene Ort mit seinem freundlichen Marktplatz und seiner hübschen Touristeninformation, dass sich ans Nordufer der Elbe anzukrallen scheint und an verschiedenen Hochwassermarken die Elbe von ihrer zerstörerischen Seite dokumentiert.

Oder das kleine Restaurant, in dem ich zu Mittag aß und in dem sich die freundliche Kellnerin - die auch Eigentümerin war - dafür entschuldigte, dass zu viel auf dem Teller war. Genaugenommen war es viel zu viel, doch jüngere Leute mögen anderer Ansicht sein.

"Mein Mann meint, die Gäste müssten uns in guter Erinnerung behalten." Das habe ich und wüsste ich noch den Namen des Restaurants, würde ich ihn nennen. Meine Erinnerung ist nicht nur gut, sie ist auch nachhaltig und wenn mich mein Weg mal wieder in die Gegend führt wird dieses Restaurant garantiert auf meinem Reiseweg liegen.

 

 

 

Es sieht aus, wie die Kulisse eines Wildwestfilms

Beeindruckend diese vorspringenden Felszacken.