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31073 Delligsen

Tel. 05187/4411

mail: v.nemitz@t-online.de









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http://www.calenberger-autorenkreis.de/ Redner und Autor Wolfgang Nieschalk in Kürze

 

Ich begrüße Sie auf meiner Webseite. Bitte informieren Sie sich über mich und mein Angebot und falls Sie Fragen haben, rufen Sie mich am besten an oder schicken Sie mir eine Mail.


Vorträge für vielfältige Anlässe und Familienfeierlichkeiten

 

Ich schreibe Vorträge zu den verschiedensten Themenbereichen, auch für Ihre Familienfeierlichkeiten oder zu anderen Anlässen. Sie entscheiden, ob sie selbst referieren oder dies ggfls. durch mich ausführen lassen wollen. Bei Interesse an einem meinen festen oder individellen Vorträgen bitte ich Sie, die Seite Veranstaltungen anzuklicken und mit mir einen Termin und ein Thema, zu dem ich referieren soll, zu vereinbaren.


Autor im Calenberger Autorenkreis

 

Ich gehöre als Autor dem Calenberger Autorenkreis an und bin einer von drei Sprechern der Gruppe, die sich ihre Aufgaben untereinander teilen. Mehr über die Gruppe und meine Aktivitäten innerhalb der Gruppe finden Sie unter folgendem Link:

Calenberger Autorenkreis oder auch: Calenberger Autorenkreis/Wolfgang Nieschalk 

Beiträge finden Sie auch unter:  http://www.myheimat.de/nordstemmen/profile/wolfgang-nieschalk-44275.html 


Von den persönlichen Freundschaften abgesehen die sich dabei ergeben, ist eine Autorengruppe allerdings in erster Linie ein Zweckbündnis, dass immer einer gewissen festen Struktur unterliegt, welche der Weiterentwicklung beim Schreiben nur eine relativ kurze Zeit lang förderlich ist. Später dreht sich das. Immer mehr Routine wird sichtbar, die die Weiterentwicklung des einzelnen Schreibers eher behindert als fördert. So ziehe ich es vor, breitgefächert mit mehreren Autorengruppen und Personen im Gespräch zu sein und Kontakte zu den meine Arbeit unterstützenden Personen zu pflegen und intensiv die Lesungen verschiedenster Autoren Gruppen zu besuchen. So - mit dem richtigen Abstand - ist es am besten möglich, wertfrei und unbeeinflusst über das jeweils Vorgetragene zu urteilen und die dort gemachten Erfahrungen für die eigene Arbeit zu berücksichtigen. 

Schreiben ist und bleibt ein einsamer Job. Jeder Autor hat seinen eigenen Stil, seine eigene Herangehensweise für eine Idee, die er zu Text umformen will und dabei kann - und soll - ihm niemand helfen. Viele Köche verderben den Brei. Das gilt beim Schreiben genauso wie bei anderen Tätigkeiten.  


Meine Arbeit als freier Journalist und Vortragsredner

Ich arbeite als freier Journalist,  schreibe Reiseberichte und Kolumnen und halte regelmäßig Vorträge eigener Werke sowie über Werke namhafter Schriftsteller. Zum Beispiel stelle ich die Autoren Heinrich Spoerl (Autor der Feuerzangenbowle) , Stefan Zweig mit seiner Novelle "Brennendes Geheimnis", Hermann Löns, Leben und Werk und eigene Werke aus meiner Tätigkeit für die Leine Deister Zeitung in diesen Vorträgen vor. Sehr oft auch wird ein in sich geschlossener Vortrag über den Bau einer Segelyacht, die von mir vor gut 36 Jahren im Selbstbau, aber mit der Unterstützung eines namhaften Bootskonstrukteuers, unter freiem Himmel gebaut wurde und von meinen Reisen mit dem Boot auf den Flüssen, Kanälen und auf den Meeren nachgefragt. Das Boot führt mich auch heute noch an neue, für mich unbekannte Ankerplätze. Alle Vorträge wurden vielfach vorgetragen. Zur Zeit sind Vorträge  über Jules Verne, Franz Kafka und Gerhard Hauptmann in Vorbereitung.


Publikationen in der Leine Deister Zeitung als freier Journalist - "die kleine Geschichte" 

 

Seit vielen Jahren werden von mir 14tägig Publikationen in der Leine Deister Zeitung unter dem Titel "die kleine Geschichte" veröffentlicht. Darüber hinaus bin ich Mitglied im Kunstkreis Laatzen, Culturium Hildesheim, im Heimatmuseum Linderte, in der Seniorenakademie Alfeld und ständig im Leserkreis der Leine Deister Zeitung präsent.

Rechte:

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Veranstaltungsvorschau für Oktober 2016 

Seniorenakademie Alfeld. Wolfgang Nieschalk vom Calenberger Autorenkreis hat sich mit dem Thema: 

"Die digitale Diktatur" 

befasst. Schauen Sie rein am Mittwoch, 12. Oktober 2016, Schulrat Habermalz Schule in Alfeld im Musikraum. Beginn: 16.00 Uhr.





Die digitale Diktatur?

Anders gefragt: Droht und die Automatisierung ganzer Gesellschaften und übernehmen Algorithmen "das Ruder?" Oder der entmündigte Mensch? Der digitale Patient? Big Data und computergesteuerte Verhaltenssteuerung - kann noch dagegen gehalten werden?  



 






28. September 2016 Altenkreis Sehlde um 15.00 Uhr:

 Wolfgang Nieschalk stellt Hermann Löns vor.     



Die Natur ist unendlich reich und bildet den großen Künstler", schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe, und so gesehen, wurde Goethes Erkenntnis - Jahrzehnte später - in der Person von Hermann Löns lebendige Wirklichkeit.

Stark und ungebrochen lebhaft ist noch immer das Interesse für den fälschlicherweise als Heidedichter bekannten Hermann Löns. Dieses Interesse bei den Hörern des Altenkreises Sehlde wird mit Sicherheit einen erneuten Schub bekommen, wenn Wolfgang Nieschalk den Zuhörerinnen und Zuhörern nicht nur die bekannten Seiten, sondern auch den unbekannten Hermann Löns vorstellen wird.  

Über hundert Jahre nach seinem Tod auf den Schlachtfeldern Frankreichs haben sich seine Romane, Jagdgeschichten und seine ins philosophische gehenden Naturbetrachtungen und Erfahrungen bis heute behaupten können. Ja, es ist sogar ein Trend in unserer immer technologiebestimmteren Welt festzustellen, dass die Werke von Hermann Löns als literarischer Ausgleich zum Stress des heutigen Menschen mit ihren gewaltigen gesellschaftlichen Verwerfungen  im Berufsleben und in der Gesellschaft als solche, wieder an Bedeutung gewinnen. Seine Werke verdienen es und sind dafür geeignet. Doch es wäre irreführend, Löns - wie so oft -  als Heidedichter einseitig zu charakterisieren. Besonders seine frühen Werke, seine Werke aus seiner Jugend- und Studentenzeit beweisen das Gegenteil. Wer hätte sich Löns jemals als Segler vorgestellt? Wohl kaum jemand und doch genau davon, vom Segeln, handelt sein erstes bekannt gewordenes Gedicht.

Oder sein Gedicht "Absturz", das die Tragödie einer Bergsteigerseilschaft beschreibt, bei der ein Einzelner den Tod der ganzen Gruppe durch Egoismaus und menschlichem Versagen verschuldete.  An seinen Gedichten und später an seinen Kurzgeschichte und noch später, als er die Kurzprosa aufgab und sich ganz dem Roman widmete, kann man die Entwicklung der Person Löns genau verfolgen und sich ein ungefähres Bild von diesem nicht ganz einfachen Menschen, Naturschützer, Jäger und großem Schriftsteller machen.



Die andere Welt

Der Wind ist eingeschlafen und das plätschernde Geräusch kleiner Wellen an der Bordwand verstummt. Das nur gedämpft herüberklingende Stimmengewirr vom Badestrand verebbte immer mehr, als eine dunkle Gewitterwand aufzog. Die Menschen verschwanden und Ruhe legte sich über den See. Doch das Unwetter blieb aus, der Himmel klarte wieder auf und eine feurige Abendsonne, dicht über dem Horizont, legt nun dunkle, immer länger werdende Schatten der Bäume einer Insel über Wasser und Boot. In diese friedliche Lautlosigkeit schwebt leise, an- und abschwellend, der Schlag einer fernen Kirchturmglocke: 21.00 Uhr. Es ist einer der langen Abende des Juni, der mich im Cockpit unseres Bootes verweilen lässt, um Eintragungen ins Logbuch zu machen. Ich blättere einige Seiten zurück.

"Um 11.10 Uhr kreuzen sich zwei Welten ohne zusammenzustoßen," steht dort unter dem 2. Juni. "Die Entfernung beträgt keine 10 Meter, aber die empfundene Distanz von der Welt hier unten zu der da oben ist größer als die zwischen Erde und Mond", lese ich weiter. "Da oben rasen Narren mit 120 Sachen über eine Straßenbrücke. In unserer Welt,  tuckern wir in unserem Boot im Sechskilometertempo die verschlafen wirkende Havel hinab. Und ich bin sicher: Niemand dort oben auf der Brücke wird Zeit gefunden haben, die Welt hier unten auf dem Fluss überhaupt zu bemerken."

Zehn Tage ist das her, aber mir ist, als wären Wochen vergangen. Zugegeben, kurz zuvor gehörten meine Frau und ich auch zu den "Narren auf der Brücke" und rasten über sie, um rasch an Bord zukommen. Dann verflog unsere Eile und wenig später glitten wir frei und ungebunden wie Wasservögel auf unserem schwimmenden Untersatz dahin.

Drei Stunden später fiel der Anker vor der Insel Werder, auf der uns die hektische Welt der Massenabfertigung einholte. Wie gut, dass wir fliehen und uns wieder dem breiten, seeartigen Strom der Havel anvertrauen konnten. Alle Uhren der Welt standen für uns still. Stunden und Tage verschmolzen zu einer beglückenden Mischung aus Schwimmen und Sonnenbaden, Angeln, Schauen und Erforschen und beim Erforschen entdeckten wir die winzige Bäckerei eines ebenso winzigen Dorfes in der - so wie in früheren Zeiten - Brot im Holzofen gebacken wurde. Seinetwegen ankerten wir einen Tag länger vor dem Backhaus.

Kein Glück dauert ewig! "Grundberührung um 10.35 Uhr", steht im Logbuch. "Rasendes Motorboot zwang mich auszuweichen, um Zusammenstoß zu vermeiden. Hässliches Knirschen von Kies unter dem Kiel machte die Lage kritisch und ohnmächtiges, wütendes Drohen mit der Faust hinter dem verschwindenden Boot meine Hilflosigkeit deutlich. Wir steckten fest, unverrückbar, so fest wie einbetoniert", verriet mein Logbucheintrag.

Alles ging gut. Nach Stunden des Wartens warf ein vorbei kommendes Ausflugsschiff eine Leine herüber. Atemlose Sekunden, zum Zerreißen gespannte Leine und Nerven, röhrende Diesel und schäumendes Schraubenwasser - ein erstes Zittern des Rumpfes, ein langsames Kippen des Bootes auf die Seite und dann - endlich - waren wir frei. 

Ich klappe im letzten Schein der Sonne, die die Havel in einen roten Spiegel verwandelt, das Logbuch zu und schaue über das Wasser, aus dem sich Fische, in die Luft springend und wirbelnde Kreise hinterlassend, ihren Anteil an den Mücken über dem See holen. Nur kurze Zeit noch, und das beginnende, weiche Purpur der Dämmerung wird schwarz werden und die Sterne so hell herauskommen lassen, wie man es nur auf dem Wasser oder in der Wüste erlebt. Wir genießen den letzten Abend auf dem Wasser - und spüren dabei ein leises Unbehagen, wissend, dass auch wir am nächsten Tag wieder der anderen, der rasenden Welt auf der Brücke über dem ruhigen Strom angehören werden.  

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